Andrea Wowro Kunstmalerin (Rhein-Neckar Region)  
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Montag, 20 November 2017


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Kunst, die aus dem Bauch kommt
16.08.1996 / Rheinpfalz
Kategorie: Ausstellungen
 
 
 
Inhalt:

Ausstellung in Ludwigshafen

Die Rheinpfalz, 16.08.1996  
 
 
LEUTE IN LU:  ANDREA  WOWRO  
 
 
Kunst, die aus dem Bauch kommt  

FRIESENHEIM: 28jähriges Multitalent malt, zeichnet; dichtet, tanzt und studiert Jura  

VON UNSERER MITARBEITERIN CHRISTINE KAMM (Die Rheinpfalz, 16.08.1996)
 
 
Was bedeutet Nacktheit? Die in Friesenheim lebende Künstlerin Andrea Wowro, die Akte malt, weiß es selbst nicht. Sie malt so, wie es kommt: „Die Striche fügen sich von  alleine, der Arm braucht keine Hilfe", sagt sie. Ihre oft in Blautönen gehal­tenen Öl‑ und Wachspastellbilder sind der Schlüssel zu ihrer Persönlichkeit. 
Dabei bleibt die Jurastudentin Andrea Wowro keine Antworten schuldig. Sie geht mit ihren 28 Jahren andere, eigen(willige) Wege. Das Abitur hat sie erst mit 23 gemacht. Im Carl­Bosch-Gymnasium erhielt sie dafür eine Sondergenehmigung.   
Neben der Schule hat sie viel gejobbt. Nach dem Schulabschluß war dann die große Frage: wie weiter? Mit Menschen wollte sie zu tun haben, möglichst helfen. Für die Fachhochschule für Sozialpädagogik hätte sie einen besseren Notendurchschnitt im Abitur gebraucht. Also keine Sozialpädagogin. In der BASF kam sie in einem Bewerbungsgespräch als Fremdsprachensekretärin mit einem Psychologen nicht zurecht. Polizistin konnte sie auch nicht werden, weil sie beim Sehtest durchfiel. Aber zur Polizei ist sie dann doch noch gekommen: Während ihres Jurastudiums absolvierte sie dort ein Praktikum. Das Studium empfindet sie als sehr lebens­nah, betont aber, daß sie „auf keinen Fall eine typische Juristin werden möchte". Sie empfindet es als einen Denksport, dem Schach ähnlich, bei dem man gut genug sein muß, um seine Ziele durchzusetzen.   
Aber das Studium bedeutet Andrea Wowro nicht alles. Erstaunliche Talente ruhen in der zierlichen Frau, von denen sie viele artikulieren kann. Denn sie malt nicht nur, sondern schreibt auch Gedichte. Sie waren letztes Jahr zwei Monate lang am Kulturtelefon zu hören.   
Und sie macht seit vielen Jahren Bauchtanz. Sie tritt damit in türkischen Lokalen im Rhein-Neckar­Raum oder bei privaten Familienfeiern auf. Am wichtigsten jedoch ist für sie das Malen. „Ich habe schon Stifte in der Hand gehabt, bevor ich laufen konnte", erklärt sie ihr Talent. Selten geht sie ohne einen Zeichenblock aus dem Haus. Besondere Faszination üben auf sie der menschliche Körper und Muskeln aus. Das spiegelt sich in den Akten wieder, die sie malt. Ihr Werk umfaßt aber auch abstrakte Phantasie-Bilder, die von geometrischen Formen bestimmt sind.   
Leitmotiv: eine Kugel, die kleine, aber doch unübersehbare Risse hat. Und dann hat Andrea Wowro noch ein Bild gemalt, auf dem zwei alte Menschen, die Arme untergehakt, nebeneinander auf dem Boden sitzen. Hier verarbeitet sie vielleicht die Erfahrungen, die sie als freiwillige Betreuerin in einem Altenheim gesammelt hat. Sie besucht dort keine Verwandten, sondern fremde Menschen, weil „man doch für andere da sein kann, denen es schlechter geht".   
INFO : 

Heute: 16.08.1996 um 20 Uhr, öffnet eine Bilderausstellung Wowros (zusammen mit Gerd Christmann, Skulpturen) bei„ Look Optik" in der Bismarckstraße 81  mit Bauchtanz.

 
 

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